Uhren-Synchronisation

 

Zirkadiane Rhythmen finden sich in vielen Geweben und sogar in manchen Zellkulturen. Solche sog. peripheren Uhren zeigen einen gewissen Grad der Selbsterhaltung - z.B. unter Kulturbedingungen - werden aber im Körper eng durch den zentralen Schrittmacher im Nucleus suprachiasmaticus (SCN) reguliert. In Abwesenheit externer Zeitsignale läuft die SCN-Uhr - und mit ihr der gesamte Organismus - mit einer speziespezifischen Periode von ungefähr (aber nicht exakt!) 24 Stunden weiter. Dieser endogene Rhythmus wird durch sog. Uhrengene reguliert, die über ein System eng miteinander verzahnter transkriptionell-translatorischer Rückkopplungsschleifen organisiert sind. Diese molekularen Oszillationen werden über transkriptionelle Programme in physiologische - und letztendlich behaviorale - Rhythmen übersetzt. Wir interessieren uns für den Mechanismus dieser Übersetzung. Wie kann die SCN-Uhr verschiedene Zeitsignale aus der Umgebung integrieren, und wie wird der Uhrengen-Rhythmus in physiologische Befehle umgesetzt?

 

Literatur: